Dürer Albrecht, Maria mit dem Kinde mit der Birne

Dürer Albrecht

geb. 21. Mai 1471 in Nürnberg - † 6. April 1528 in Nürnberg

Maria mit dem Kinde mit der Birne

Wien, Kunsthistorisches Museum

Best.nr: PD 38
Drucktechnik: Tiefdruck (Kupfertiefdruck)
Motivformat: 46,7 x 35,6 cm (HxB)
Blattformat: 60 x 50 cm (HxB)

Beschreibung

Das Wiener Bild gehört zu den besterhaltenen Gemälden Dürers, vermutlich stammt es aus dem Besitz Rudolf II.
Es muß einen besonderen Ruf besessen haben, denn diese „Maria mit der Birne', wie die Tafel auch nach der durchschnittenen Frucht in der Linken des Kindes genannt wird, ist viele Male in der Barockzeit kopiert worden.

Das Kind freilich, das von der Mutter auf der flachen Hand getragen wird, erinnert mit den starken Verkürzungen und Überschneidungen sehr an einen skulptierten Putto, die frisierten Löckchen tun das Ihrige.
Auch sonst mutet manches italienisch an, und trotzdem möchte man dieses Gemisch von Süßigkeit und Frische in dem Frauenantlitz sofort für deutsch halten.
Der Feinheit der Brauen - die so geistreich und nicht ohne Witz den schmalen Lidspalten antworten - entspricht das Mündchen, mit den geschürzten kirschroten Lippen.

Das Ganze ist ja eigentlich eine Gesichtsstudie und nur der durchsichtige Schleier, der, ein echt dürersches Faltenkunststück, so feierlich vor dem dunklen Hintergrund erscheint, macht das Volumen des Kopfes leichter und vermittelt diesen Charakter einer bedächtigen Anmut.

Nicht allein die Lippen der Maria oder das blau und rosa schillernde Tuch des Kleinen widerlegen das Vorurteil von dem farblosen Dürer:
Das kornblumenblaue, ins Azurne sich lichtende Kleid der Mutter Gottes bleibt als Folie für das Fleisch des Halses und für die goldbraunen Flechten unvergeßlich.

Quelle : Katalog „Die Piperdrucke“, 1956 ,
Text von Benno Reifenberg

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